12.11.2012

Vetter-Guser-Zunft hat echten Prinzen als Präsidenten

12.11.2012

Mit dem Semmerenger Fasnteslied "Nauf auf d'Stang" hat die Narrenzunft Vetter Guser am gestrigen 11.11. pünktlich um 11.11 Uhr im Café Seelos die Fasnet eröffnet. Der neu gewählte Zunftmeister Hartwig Mahlke begrüßte dazu zahlreiche Gäste und gab in launigen Worten einen Rück- und Ausblick auf die Fasnet, die dieses Jahr ganz im Zeichen des 100. Jubiläums der Narrenzunft Vetter Guser steht. Mit Albrecht Prinz von Hohenzollern hat die Zunft auch wieder einen echten Prinzen als Präsidenten.

Der Prinz tritt damit in die Fußstapfen seines verstorbenen Onkels Franz Prinz von Hohenzollern, der von 1954 bis 1996 als Präsident wirkte. "Wir freuen uns, dass das Haus Hohenzollern mit Prinz Albrecht als Präsident die Verbundenheit zur Vetter-Guser-Zunft zum Ausdruck bringt", sagte der Zunftmeister, nachdem er dem Prinzen sein Narrenhäs angelegt und ihm den Narrenhut seines Onkels übergeben hat.

Bevor die eingeladenen Persönlichkeiten mit ihrer Version die Dinge zusammenreimten und damit die Lachmuskeln der Narren strapazierten, begrüßte Zunftmeister Hartwig Mahlke im wieder vollbesetzten Saal des Café Seelos die Gäste, unter ihnen Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern, der als Schirmherr beim großen Narrentreffen aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums der Zunft erfolgreich gewirkt hat, sowie Bürgermeister Thomas Schärer und die Abgeordneten Thomas Bareiß und Klaus Burger.

Mit wohlgesetzten Versen nahmen sich anschließend die Gäste auch selbst auf die Schippe. Den Anfang machte Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern zusammen mit seinem Bruder Prinz Albrecht mit "Quo vadis Vetter Guser" - der Fürst übersetzte auf schwäbisch: "Wo goht's na?". Sie spielten damit auf den Zunftmeisterwechsel an und reimten sehr treffend: "Was nun? Fragt man sich in der Zunft? Keine Idee, kein Rat, der von Vernunft, der Hartwig Mahlke soll es richten. Ein Präsident muss her zum Schlichten!"

In Anspielung auf die bevorstehende Gartenschau reimet Schultes Schärer: "Im Juni, im Juni, da ist das Fass für den Bürger schon ziemlich voll. Wer über die Burgbrück müsse, zahle während der Gartenschau Zoll". Aber auch der Erste Landesbeamte Rolf Vögtle ("Da der 11.11. auf'n Sonntag fällt, was mir als schwerschaffender Beamter natürlich gar it g'fällt"), Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß, Bankdirektor Michael Hahn als "Gartenmichel",, Landtagsabgeordneter Klaus Burger ("Grün-Rot sind zurzeit die Landesfarben, die CDU muss in der Opposition gar darben"), Polizeidirektor Gerd Stiefel und Ralf Rackel von der Brauerei Zoller-Hof hatten mit ihren Beiträgen die Lacher sicher.

Artikel aus dem Südkurier