17.04.2013

Schulanmeldung: Realschule Pfullendorf verzeichnet deutlichen Anstieg

17.04.2013

Pfullendorf - Entgegen dem Trend in Baden-Württemberg haben sich die Anmeldezahlen für die Realschule am Eichberg für das kommende Schuljahr deutlich erhöht. Die Sechslinden-Schule wird auch 2013/2014 eine zweizügige fünfte Klasse anbieten können. Das Staufer-Gymnasium konnte sein hohes Niveau bei den Anmeldungen halten.

Von katastrophalen Folgen der grün-roten Bildungspolitik spricht der CDU-Bezirksverband in einer Pressemitteilung. Die Landesregierung sieht durch die Anmeldezahlen für die Fünftklässler den Trend bestätigt, dass immer mehr Eltern ihre Kinder auf weiterführende Schulen, sprich Realschule oder Gymnasium, schicken wollen. Landesweit wurden 44,5 Prozent der Entlassschüler der Grundschule fürs Gymnasium angemeldet, ein Plus von 1,4 Prozent. Die Realschulen verzeichnen mit 36,7 Prozent ein Minus von 1,5 Prozent und die Haupt- mit Werkrealschulen verlieren 4,3 Prozent und nur noch jeder achte Grundschüler hat sich für diese Schulform angemeldet. Einige dieser Trends spiegeln sich auch in den Anmeldezahlen der Pfullendorfer Schulen wider. Das Staufer-Gymnasium wird sein hohes Niveau mit einer Gesamtschülerzahl von 700 halten, hatte Rektorin Anette Ebinger beim Besuch des CDU-Landtagsabgeordneten Klaus Burger stolz erklärt.

Die Realschule verzeichnet deutlich mehr Anmeldungen, derzeit sind es nach Angaben der Schule 53 Mädchen und Jungen, während es in den Vorjahren zwischen 42 und 47 waren. Als Bestätigung für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren wird der Anstieg der Anmeldezahlen gewertet und als Beweis, dass Eltern der Pfullendorfer Realschule wieder vertrauen.

Für die Haupt- und Werkrealschule Sechslinden reichen nach Angaben der stellvertretenden Schulleiterin, Johanna Wielandt, die derzeitigen Anmeldungen für die Zweizügigkeit in der fünften Klasse. In den kommenden Tagen oder Wochen könnten sich immer noch geringer Veränderungen ergeben, aber es wird wieder zwei Klassen geben. Die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung durch die grün-rote Landesregierung hat die Planungssicherheit für die weiterführenden Schulen weiter erschwert. Vielen Eltern dient die Grundschulempfehlung als entscheidende Orientierungshilfe. „Bei uns sind einige Eltern der Empfehlung nicht gefolgt und haben ihre Kinder beispielsweise für die Realschule angemeldet, obwohl die Lehrer den Besuch der Haupt- beziehungsweise Werkrealschule empfohlen haben“, berichtet Johanna Wielandt.

Die Schülerzahlen in Pfullendorf haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten durch enorme Anstiege ausgezeichnet. Von 265 auf 700 erhöhte sich die Zahl der Gymnasiasten und auch die Realschule erhöhte die Schülerzahl von 273 im Jahr 1991 auf 359 20 Jahre später. Die Hauptschule verlor in diesem Zeitraum rund 70 Schüler und die Kasimir-Walchner-Schule pendelte sich bei rund 80 Schülern ein.

Artikel erschienen im Südkurier