12.01.2015

Patenschaft verbindet Stadt und Bundeswehr

12.01.2015

Eine stattliche Delegation der Bundeswehr ist am Sonntag zum Neujahrsempfang der Stadt gekommen. Bürgermeister und Hauptmann Mathias Laich, Kompaniechef der in Stetten am kalten Markt relativ neu angesiedelten Rekrutenkompanie 6 des Artilleriebataillons 295 unterzeichneten die Patenschaftsurkunde. Oberfeldwebel Björn Olynuk, Bürger aus Scheer, hatte die Patenschaft angeregt und der Gemeinderat dem Vorschlag im Sommer zugestimmt.

"Wir wollen uns über den militärischen Dienstort hinaus in der Region verankern. Wir möchten uns in einbringen", erklärte Hauptmann Laich. Vertreter der Kompanie werden künftig beim Sommerprogramm, am Volkstrauertag und auf dem Weihnachtsmarkt präsent sei. Anfang März finde ein feierliches Gelöbnis in Scheer statt, kündigte er an. Die Kompanie hat die Aufgabe innerhalb von drei Monaten 192 Rekruten auszubilden. Sie sei erst seit Kurzem in Stetten untergebracht und habe Jahre der Veränderung hinter sich.

Bürgermeister Wild sagte: "Ich lade Sie und die Soldaten ein, künftig öfters nach Scheer zu kommen, mit Vereinen und Bürgern Beziehungen zu knüpfen, damit das angestrebte freundschaftliche und verantwortungsvolle Füreinander und Miteinander umgesetzt werden kann." Ziel der Patenschaft sei, die Verbundenheit zwischen Bürgerschaft und Bundeswehr zu fördern, in der Erkenntnis, dass in einem freiheitlich-demokratischen Staatswesen die Bundewehr zur Erfüllung ihres Auftrags auch in die Gesellschaft und die regionale Bürgerschaft eingebettet sein muss, sagte der Bürgermeister.

In seiner Neujahrsrede blickte Wild auf die wichtigen Aufgaben, die das Jahr 2015 prägen werden. Da sei die endgültige Herstellung der zweiten Stichstraße im Neubaugebiet Siechensteigle II. Die Mehrzweckhalle, die Schlossmauer am Mühlberg, die Rückhaltebecken und Stadtsanierung gehören zu den wichtigen Baumaßnahmen. Über die Umnutzung des ehemaligen Pflegeheims werde weiter verhandelt.

Bareiß dankt den Ehrenamtlichen

Zum war Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß gekommen. Er nahm Bezug auf den Anschlag gegen das französische Karikaturmagazin Charlie Hebdo und unterstrich, wie wichtig es sei, für die Meinungsfreiheit einzustehen. Er lobte die Patenschaft und sagte: "Die Patenschaft ist wichtig, weil die Bundeswehr in unserer Region eine wichtige Rolle spielt. Stetten wird eine Säule in der Sicherheitsstruktur Deutschlands bleiben." Bareiß dankte den Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren: Diese Leistung müsse gewürdigt werden, den selbstverständlich sei sie nicht.

Landtagsabgeordneter Klaus Burger hielt eine kurze Rede, in der er ein Gleichnis erzählte: Was würde man nicht alles machen können, wenn man jeden Tag die Summe von 86 400 Euro auf dem Konto überwiesen bekäme? Dies wird es nicht geben aber jeder Bürger habe einen vergleichbaren Schatz: Jeder verfüge jeden Tag über 86 400 Sekunden, in denen er viel Gutes tun könne. "Nutzen Sie diesen Dauerauftrag, um etwas Nützliches zu tun!", schloss er.

Bericht der Schwäbischen Zeitung