15.01.2019

MINT-Exzellenzgymnasium Bad Saulgau - MdL Klaus Burger: "Macht Druck auf Umsetzung des Landesprojektes"

15.01.2019

Im November 2017 hat der Ministerrat das Projekt MINT-Exzellenzgymnasium mit Internat in Bad Saulgau beschlossen. Mit diesem Leuchtturmprojekt will das Land bundesweit ein Zeichen nicht nur für eine vorbildliche MINT-Förderung und Exzellenzförderung, sondern auch für eine wegeweisende Kooperation von Gymnasien, Universitäten und Unternehmen des Landes sowie für eine bewusste und besondere Stärkung des ländlichen Raumes setzen. Seitdem ist es ruhig geworden um das Projekt. Der Sigmaringer Landtagsabgeordnete Klaus Burger (CDU) hat sich deshalb mit einem Berichtsantrag an die Landesregierung gewandt, um unter anderem abzufragen, wie der konkrete Zeitplan für die Umsetzung aussieht und zu welchem Schuljahr mit der Eröffnung zu rechnen ist. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) hat Burger nun geantwortet.
"Es war der Wunsch des Ministerrats, das Projekt in dieser Legislaturperiode vorwärts zu bringen" schreibt Eisenmann in der Beantwortung von Burgers Anfrage. Deshalb habe der Ministerrat mit seinem Grundsatzvotum für das Projekt das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, das Ministerium für Finanzen, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau beauftragt, den Bedarf für das MINT-Exzellenzgymnasium mit Internat in Bad Saulgau zu konkretisieren, die Voraussetzungen für die Umsetzung der Maßnahme zu prüfen und das Kabinett zur abschließenden Beschlussfassung entsprechend zu informieren. Der Zeitplan für die Planungsphase und die Bauphase werde derzeit in Vorbereitung einer erneuten Ministerratsbefassung unter den Ressorts abgestimmt.
Das Kultusministerium hat eine interne Arbeitsgruppe sowie eine interministerielle Gruppe für die Umsetzung eingerichtet. Auf Grundlage der vom Kultusministerium erstellten Bedarfsanmeldung und des Raumprogramms für Schule und Internat hat der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg, bereits eine grobe Machbarkeitsstudie erstellt. Diese ergab, dass sich das Projekt auf der Landesliegenschaft "ehemalige japanische Schule in Bad Saulgau" durch Um- und Neubauten mit Ausnahme der notwendigen Sporthalle grundsätzlich realisieren lässt.
Nach diesen grundlegenden Arbeitsschritten haben die betroffenen Ministerien zwischenzeitlich auch die investiven und laufenden Kosten für Raum, Personal, Ausstattung und Kommunikation erhoben bzw. hinsichtlich der Gesamtbaukosten grob geschätzt und eine mögliche Finanzierungsbeteiligung von Wirtschaft, Landkreis und Kommune geprüft.
"Das Projekt MINT-Exzellenzgymnasium mit Internat in Bad Saulgau wird von der Wirtschaft des Landes, von verschiedenen Stiftungen, vom Landkreis und von der Kommune grundsätzlich unterstützt. In einem Gespräch von Kultusministerin Dr. Eisenmann und Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut MdL mit Vertretern der Wirtschaft, der Stiftungen, des Landkreises und der Kommune am 25. Juli 2018 wurden die Möglichkeiten einer Finanzierungsbeteiligung erörtert, " heißt es weiter. Die erklärten Möglichkeiten einer Finanzierungsbeteiligung seitens der Wirtschaft konzentrierten sich auf Beitrittsabsichten zu einem gemeinnützigen Förderverein, dem Angebot von Betriebspraktika, der Übernahme besonderer Ausstattungen sowie Unterstützung bei der Kommunikation und dem Marketing. Seitens der kommunalen Beteiligten stehen Themen wie Schülertransport und Sportanlagen im Mittelpunkt der Überlegungen.
Erfreut zeigt sich Burger über die Aussage, Ziel der Landesregierung sei eine möglichst schnelle Umsetzung des Projekts. Dies setze jedoch eine entsprechende Planung, Bauzeit und Etatisierung des Projekts voraus. Eine belastbare Einschätzung für die Bauzeit liegt allerdings derzeit noch nicht vor.
"In einem wirtschaftsstarken Land wie Baden-Württemberg ist die gezielte Förderung der MINT-Fächer unabdingbar", meint Klaus Burger. "Es ist daher konsequent, dass sich das Land der Aufgabe stellt, internationale Spitzenleistungen im MINT-Bereich zu ermöglichen und seine Schülerinnen und Schüler hier gezielt zu fördern." Er gehe also davon aus, "dass alle Beteiligten ihre Hausaufgaben zügig machen, damit wir noch in dieser Legislaturperiode - wie ja im Grundsatzbeschluss vorgesehen - zu einer Realisierung kommen."