20.07.2018

MdL Klaus Burger: Rund 450.000 Euro fließen in den Landkreis

20.07.2018

Heute wurden die Projekte bekanntgegeben, die in diesem Jahr über das Innovationsprogramm Pflege durch das Ministerium für Soziales und Integration gefördert werden. Im Landkreis Sigmaringen profitieren davon vier Projekte mit insgesamt rund 450.000 Euro. Dies gibt der Sigmaringer Landtagsabgeordnete Klaus Burger bekannt.

Die Gemeinde Herdwangen-Schönach erhält 100.000 Euro für die Gründung und den Bau einer anbieterverantworteten ambulant betreuten Wohngemeinschaft. 100.000 Euro fließen nach Hohentengen für die Bildung von zwei vollständig selbstverantworteten Wohngemeinschaften. Das Alten- und Pflegeheim Haus Löwen in Sigmaringendorf erhält 100.000 Euro für die Umwandlung einer bestehenden kleinen, privaten stationären Einrichtung (26 Bewohner) in eine anbietergestützte ambulant betreute Wohngemeinschaft und weitere 148.655 Euro für den Umbau einer bestehenden kleinen, privaten stationären Einrichtung in eine Demenz-Tagespflege.

Das Innovationsprogramm Pflege fördert bereits seit dem Jahr 2013 vorbildgebende Pflege- und Versorgungsmodelle, die Leuchtturmcharakter für die baden-württembergische Pflegelandschaft haben. "Ziel ist es, vorhandene Pflegeangebote vor Ort besser zu vernetzen, Pflege-WGs aufzubauen und die Schaffung von neuen Tages-, Nacht- sowie Kurzzeitpflegeplätzen gerade auch im ländlichen Raum zu unterstützen", erläutert Klaus Burger, der selbst Mitglied des Sozialausschusses im baden-württembergischen Landtag ist. Im Jahr 2018 ist das Innovationsprogramm Pflege mit insgesamt 3,5 Mio. Euro dotiert.

Mit ihrem Abschlussbericht habe die Enquete-Kommission "Pflege" des Landtags dem Parlament und der Regierung einen umfassenden Katalog an Handlungsempfehlungen an die Hand gegeben. "Dieser wird nun sukzessive umgesetzt. Dabei kommt der bedarfsgerechten Gestaltung des sozialräumlichen Umfelds der pflegedürftigen Menschen und der Unterstützung ihrer pflegenden Angehörigen zentrale Bedeutung zu, sagt Burger.

72 Prozent der pflegebedürftigen Menschen im Land würden zu Hause versorgt. 60 Prozent von Ihnen ausschließlich durch Angehörige. "Diese Menschen sind der größte Pflegedienst im Land und auf wohnortnahe Unterstützungs- und Beratungsangebote zwingend angewiesen", so der Landtagsabgeordnete.

Angesichts dessen werde das Innovationsprogramm Pflege auch im Jahr 2019 fortgeführt. Das Land beabsichtigt, 2019 rund 2,5 Millionen Euro einzusetzen, um dem Wunsch der meisten pflegebedürftigen Menschen entsprechend ambulante Pflegearrangements zu stärken und gleichzeitig pflegende Angehörige sowie vergleichbar nahestehende Pflegepersonen zu unterstützen und zu entlasten.