MdL Klaus Burger: "Der Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können."

Zwei der acht Preisträger des 19. Landesnaturschutzpreises der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg gingen an Preisträger aus dem Kreis Sigmaringen. Der Landtagsabgeordnete Klaus Burger hatte es sich nicht nehmen lassen, dem Bad Saulgauer Biberbeauftragten Karl Zachmann und Familie Pröbstle aus Scheer bei der Preisverleihung in Stuttgart persönlich zu gratulieren. "Ohne die biologische Vielfalt gäbe es keine fruchtbaren Böden und keine gesicherte Ernährung", sagte Burger am Rande der Preisverleihung. Daher sei es wichtig, den Erhalt der biologischen Vielfalt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu betrachten, die es zu meistern gelte. Mit dem diesjährigen Landesnaturschutzpreis wurden Initiativen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der Arten und die Schaffung neuer oder besserer Lebensräume von Tieren und Pflanzen einsetzen. "Unsere beiden Preisträger leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität im Land." Die Stiftung Naturschutzfonds vergibt den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Landesnaturschutzpreis seit 1982 alle zwei Jahre. Mit Karl Zachmann wurde der ehrenamtliche Biberberater im Kreis Sigmaringen ausgezeichnet. Als solcher setzt er sich seit 2012 mit Erfolg dafür ein, Betroffenen die Schutzwürdigkeit des Bibers zu erläutern und Verständnis für dessen Aktivitäten zu wecken. Dabei geht sein Einsatz weit über das hinaus, was er als Ehrenamtlicher leisten müsste. Karl Zachmann hält genau fest, wo in seinem Bearbeitungsgebiet sich wie viele Biber befinden, analysiert die Problemlage und schlägt fachkundige Maßnahmen vor. Im Gespräch mit Klaus Burger waren sich beide einig, dass das Bibermanagement weiterentwickelt werden müsse. Burger hatte bereits im Jahr 2013 Forderungen nach einem Biberausgleichsfonds für Schäden und nach einer Rechtsgrundlage für die Entnahme von Einzeltieren gestellt. "Diese Maßnahmen sind notwendig, dass die positive Grundstimmung zum Biber auch künftig erhalten bleibt", meint Burger. Diese Einschätzung bestätigte auch Karl Zachmann. Der zweite Preisträger ist die Pröbstle Biohof GbR aus Scheer, die "Artenvielfalt vom Acker bis auf den Teller begleitet: Genuss der nach Oberschwaben schmeckt". Seit 1987 gestaltet Familie Pröbstle auf ihrem Bioland-Betrieb die Landwirtschaft mit großem Engagement und zahlreichen Ideen so, dass die Lebensräume für Flora und Fauna bewahrt und gefördert werden. Im Familienbetrieb werden die Pflege und Entwicklung von artenreichem Grünland sowie der Anbau alter Urgetreidesorten umgesetzt. Die von Familie Pröbstle extensiv gepflegten Hochstamm-Streuobstwiesen weisen eine besondere Sortenvielfalt und einen hohen Altbstand auf. Unter dem Motto "Vom Grashalm bis zum Teller" gelingt es den Betreibern des Biohofs, durch Aktionstage, das Anbieten von Schülerpraktika sowie Mitmach-Aktionen wie Apfelbaum- und Bienenpatenschaften, die Kunden aktiv in das Thema Artenvielfalt und ihren Erhalt einzubeziehen. Auch die junge Generation der Familie Pröbstle beschreitet diesen Weg weiter. Das soll auch nach der Teilaussiedlung so fortgesetzt werden. Klaus Burger MdL beglückwünschte die gesamte Familie zu ihrem wichtigen Beitrag für Biodiversität und Ernährung.