26.04.2019

MdL Klaus Burger: Auch Projekte im Landkreis berücksichtigt

26.04.2019

Heute wurden die Projekte bekanntgegeben, die im Rahmen des Sonderprogramms Quartier und im Rahmen des Förderprogramms Quartiersimpulse durch das Ministerium für Soziales und Integration gefördert werden. Im Landkreis Sigmaringen profitieren wird davon die Stadt Gammertingen für die Entwicklung eines bürgerschaftlichen Konzepts "Älter werden in Gammertingen" zum Leben und Wohnen im Alter, in dessen Mittelpunkt Betreuungs-, Pflege- und Wohnformen stehen mit 68.500 Euro. Die Gemeinde Herbertingen erhält für ihr Projekt "Älter werden in Herbertingen", mit dem sie die Bedarfe und Anforderungen an ein gutes Leben im Alter in der Gemeinde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger ermitteln will, insgesamt 79.581 Euro aus beiden Programmen. 30.000 Euro fließen nach Inzigkofen für das Projekt "Bürgertreff", bei dem ein offener Treff für alle Generationen, Nationen und Weltanschauungen entstehen soll, um den Austausch von Sozial- und Alltagskompetenzen, das interkulturelle, generationenübergreifende Miteinander und die Teilhabe Älterer oder Menschen mit Behinderung zu fördern. Dies gibt der Sigmaringer Landtagsabgeordnete Klaus Burger (CDU) in einer Pressemitteilung bekannt.

Beide Programme - insgesamt ausgestattet mit mehr als 6 Mio. Euro - sind Bestandteil der Landesstrategie Quartier 2020. Im Rahmen dieser Strategie unterstützt das Land Städte, Gemeinden, Landkreise und zivilgesellschaftliche Akteure bei der alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung. Ziel ist es, lebendige Quartiere zu gestalten - also Nachbarschaften, Stadtteile oder Dörfer, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen.

Mit ihrem Abschlussbericht hat die Enquete-Kommission Pflege des Landtags dem Parlament und der Regierung einen umfassenden Katalog an Handlungsempfehlungen an die Hand gegeben. Dieser wird nun sukzessive umgesetzt. "Ein wichtiges Handlungsfeld ist dabei die Quartiersentwicklung: Damit möglichst viele Menschen an ihrem Wohnort oder in Wohnortnähe alt werden können, müssen im jeweiligen Quartier verschiedene Formen der Betreuung und Pflege vorhanden und gut miteinander vernetzt sein," erläutert Burger, der auch Mitglied des Sozialausschusses im baden-württembergischen Landtag ist. "Solche Angebote müssen in einer hinreichenden Dichte auf kommunaler Ebene geschaffen werden. Dabei will die Landesstrategie Quartier 2020 den Akteuren vor Ort helfen."

Angesichts des demografischen Wandels wird der bedarfsgerechten Gestaltung des sozialräumlichen Umfelds der pflegedürftigen Menschen und der wirksamen Unterstützung deren pflegender Angehöriger in den nächsten Jahren zentrale Bedeutung zukommen. "Heute werden 72 Prozent der pflegebedürftigen Menschen im Land zu Hause versorgt, 60 Prozent von Ihnen ausschließlich durch Angehörige. Damit sind die Familien mit Abstand der größte Pflegedienst im Land und auf wohnortnahe Unterstützungs- und Beratungsangebote zwingend angewiesen", so Klaus Burger weiter. "Vor diesem Hintergrund wollen wir auch im Rahmen des anstehenden Doppelhaushalts einen Schwerpunkt bei der Förderung bedarfsgerechter pflegerischer Versorgungsstrukturen setzen."