10.07.2013

"Landesregierung muss die Beschlüsse zur europäischen Agrarpolitik für die Stärkung der Landwirtschaft und ländlichen Räume in Baden-Württemberg nutzen!"

10.07.2013

"Wir sind erleichtert über den erzielten Durchbruch bei den Beschlüssen zur europäischen Agrarpolitik in Brüssel. Eigentlich sollte es eine Einigung bereits vor rund einem Jahr geben. Die sich immer weiter hinziehenden Verhandlungen haben für viel Unsicherheit bei den Betrieben geführt. Nun stehen die Rahmenbedingungen über die EU-Agrarpolitik der kommenden sieben Jahre fest, damit wissen unsere Landwirte, worauf sie sich einstellen können. Wichtig sei jedoch, dass die Direktzahlungen, die die Betriebe erhalten, nicht weiter beschnitten werden", sagten die Landwirtschaftsexperten der CDU-Landtagsfraktion, Karl Rombach MdL und Klaus Burger MdL, am Donnerstag (27. Juni).

"Wir brauchen nach wie vor eine starke erste Säule. Denn diese Mittel fließen jährlich und sicher und sind damit sind sie eine wesentliche Einkommensbasis gerade für unsere bäuer­lichen Familienbetriebe in Baden-Württemberg", so Rombach und Burger. "Sie bieten ein Mindestmaß an Absicherung gegenüber den zunehmend volatilen Agrarmärkten und witterungsbedingten Ernteeinbußen, wie sie viele Betriebe gerade durch das letzte Hochwassergeschehen hinnehmen mussten. Die Beschlüsse sind ein dringend notwendiger Beitrag zur Planungssicherheit der Landwirte", betonten Rombach und Burger.

"Dass in der zweiten Säule nunmehr verstärkt Agrarumweltmaßnahmen zum Zuge kom­men können, begrüßen wir ausdrücklich. Auch hilft es gerade der kleinstrukturierten bäuerlichen Landwirtschaft in Baden-Württemberg, wenn nunmehr eine stärkere Förderung der ersten Hektare möglich wird", erklärten die Landwirtschaftsexperten.

Zur Ausgestaltung einer starken zweiten Säule, aus welcher die ländliche Entwicklung gefördert wird, sollten zusätzliche Bundesmittel in diese Gemeinschaftsaufgabe fließen und auch Baden-Württemberg sollte sich hier stärker finanziell einbringen. "Deutschland ist EU-Nettozahler, es bekommt weniger Geld aus Brüssel zurück als es einzahlt. In der kommenden Förderperiode sinkt Deutschlands Anteil am EU-Haushalt. Damit kann jeder Euro, der künftig nicht mehr nach Brüssel fließt, zu 100 Prozent im Land verwendet werden. Dies erwarten wir allerdings auch im Interesse der Landwirtschaft und der Ländlichen Räume", so Rombach und Burger abschließend.