08.03.2014

Information über Behinderte

08.03.2014

Der Kreisverband der CDU besichtigte den Wohnheimkomplex der Behinderteneinrichtung in Scheer. Im Wohnheim der Behinderteneinrichtung in Scheer hieß Emil Brandenburg, Bereichsleiter Wohnen der OWB die Gäste willkommen und gab seiner Freude Ausdruck über die Wahl dieses Tagungsortes.

Eine Einrichtung der Oberschwäbischen Werkstätten für Behinderte (OWB) hat sich der Kreisverband Sigmaringen der CDU für seine Tagung des Kreisvorstandes mit den Vorsitzenden der Stadt-, Gemeinde- und Ortsverbände ausgesucht. Im Wohnheim der Behinderteneinrichtung in Scheer hieß Emil Brandenburg, Bereichsleiter Wohnen der OWB die Gäste willkommen und gab seiner Freude Ausdruck über die Wahl dieses Tagungsortes.

Im Sommerfest des Wohnheims vergangenes Jahr lag die Initialzündung zu diesem Besuch, verkündete der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Kreisverbandes Klaus Burger. Scheers Bürgermeister Jürgen Wild habe den Vorschlag unterbreitet und die Einladung ausgesprochen. Burger erinnerte in seinen Ausführungen an die Zeit, in der er beruflich im Bankwesen in Scheer tätig war. Damals hätten die Bewohner des Heims sogar eigene Konten einrichten dürfen. Manchmal sei es vorgekommen, dass die Einen oder Anderen am Tag gleich mehrmals kleine Beträge am Schalter abholten. Auch der Besuch von ehemaligen OWB-Mitarbeitern im Landtag von Baden-Württemberg, den Siegfried Längle aus Hohentengen anregte und begleitete, habe das Interesse an der vielfältigen Arbeit der OWB intensiviert. Der Abgeordnete sagte weiter, dass er verschiedentlich festgestellt habe, dass die Heimbewohner nicht nur gut aufgehoben sind, sondern sich auch wohlfühlen.

Zusammen mit Wohnhausleiterin Sabine Beyer führte Emil Brandenburg die Besucher durch das Haus und die Bewohner gewährten Einblick in Zimmer und Sozialräume. In einem kurzen Vortrag gab Brandenburg eine Information über die OWB selbst, zu deren Arbeit und speziell zum Wohnhaus in Scheer. Das Haus, so sagte er, sei konsequent auf die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausgerichtet. Unter einem Dach biete das Haus mehrere verschiedene Wohnangebote. Neben dem stationären Wohnen befinde sich ein separater Bereich für intensiv ambulant betreutes Wohnen. Weiter beherberge das Gebäude eine Tagesbetreuung für ältere Menschen. Ständig seien Ansprechpartner vor Ort, was ein hohes Maß an Sicherheit gewährleiste. Die ganzheitliche Förderung hat laut Brandenburg einen hohen Stellenwert. Fachpädagogisch geschultes Personal biete vielfältige Hilfen, Unterstützung und Begleitung. Die Bewohner können und sollen den Alltag im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitgestalten. Dazu gehöre Einkaufen, Kochen, Mithilfe in der Küche, Waschen und Pflege und Gestaltung der Räumlichkeiten.

Brandenburg nannte Daten und Zahlen. 40 Jahre gibt es die OWB. Sie ist beheimatet in den Landkreisen Ravensburg und Sigmaringen und aufgeteilt auf zwölf Standorte zwischen Kißlegg im Allgäu und Sigmaringen-Laiz. Das Wohnhaus in Scheer wurde 2009 gebaut und bietet 27 Wohnplätze sowie 15 Plätze in der Tagesbetreuung.

Klaus Burger bedankte sich bei Emil Brandenburg und Sabine Beyer für die gewährte Gastfreundschaft und bezeichnete Wohnheim und die OWB selbst als segensreiche Einrichtung. "Geben Sie uns eine Hausaufgabe", bat Burger die beiden Verantwortlichen. Emil Brandenburg griff dieses Angebot unverzüglich auf und sagte: "Bitte helfen Sie mit auf der politischen Ebene, dass sich Bürger im Landkreis weiterhin offen zeigen für die Inklusion, das Eingebundensein in die Gemeinschaft von Menschen mit Handicap. Es braucht das Bewusstsein, dass wir alle persönliche Möglichkeiten und Fähigkeiten, aber auch Einschränkungen haben. Helfen Sie mit, vielfältige Begegnungsmöglichkeiten und ein gemeinsames Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zu gestalten."

Brandenburg bedankte sich für die politische Unterstützung im Kreistag, das neue ambulante Angebot "Intensiv Betreutes Wohnen" als Regelangebot einzuführen. Er fügte hinzu: " Immerhin nützen bereits 25 Menschen mit Behinderung dieses Angebot in der OWB in Wohngemeinschaften an den unterschiedlichsten Standorten im Kreis. Unterstützen Sie uns auch weiterhin bei der Weiterentwicklung von innovativen Wohnformen und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Handicap." Anschließend eröffnete Klaus Burger die Sitzung des parteipolitischen Gremiums. Dabei wurde über die Mitgliederwerbung und Planung einer Klausurtagung sowie über die Kommunalwahl gesprochen.