21.09.2018

CDU diskutiert über Landwirtschaft

21.09.2018

"Verbraucherschutz und Landwirtschaft im grün-schwarzen Ländle" lautete das Thema bei der Veranstaltung des CDU Gemeindeverbandes Ostrach mit dem Sigmaringer Landtagsabgeordneten Klaus Burger. Burger, der auch agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist, hob in seinem Vortrag die besondere Rolle und die große Leistung der heimischen Landwirte hervor.

"Es gab noch nie so gute und gesunde Lebensmittel wie heute." Dies verdanke man den rund 40.000 Landwirten in Baden-Württemberg die jährlich etwa 4,3 Milliarden Agrarprodukte produzieren. Jeder zehnte Arbeitsplatz hänge direkt oder indirekt von der Landwirtschaft ab. "All diese Zahlen machen deutlich, dass die Landwirtschaft ein unerlässlicher Wirtschaftsfaktor ist."

Burger machte deutlich, in welchem Spannungsfeld sich die Landwirtschaft zur Gesellschaft befinde: Landwirte seien besonders vom Extrem-Wetter betroffen, täglich gingen landwirtschaftliche Flächen verloren für Wohnen, Gewerbe und Straßen.

Sorgen bereitet Burger, dass die Landwirtschaft immer wieder in ein schlechtes Licht gerückt werde. "Allzu häufig wird den Landwirten pauschal die Schuld für Umweltprobleme wie etwa das Insektensterben gegeben", bedauert Burger. Er wünscht sich einen faireren Umgang.

In Sachen Tierhaltung müsse entlang des geltenden Rechts gewirtschaftet werden, denn nur so könne man dem Verbraucher Produktqualität und -sicherheit gewährleisten. "Eine gute Tiergesundheit und ein Wohlbefinden der gehaltenen Tiere ergibt auch bessere Erträge. Das ist für Verbraucher und Landwirte von Vorteil"; so Klaus Burger.

Die Landwirtschaft sei nur mit einem guten Tier- und Umweltschutz und mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Flächen zukunftsfähig. Die CDU-Landtagsfraktion setze sich dafür ein, dass Gewässerrandstreifen als Ausgleichsflächen anerkannt werden. Zudem solle eine stärkere Vermarktung der regionalen Produkte gefördert werden. Vor allem dürfe kein Keil zwischen Bio- und konventionelle Landwirte getrieben werden.  

Sorgen bereitet dem Abgeordneten auch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, die zwar für Menschen völlig ungefährlich sei, für die heimischen Schweinebestände aber eine große Gefahr darstelle und damit auch den Verbraucher treffe. "Hier muss noch mehr Gewicht auf die Forschung gelegt werden, damit wir derartigen Bedrohungen etwas entgegenzusetzen haben". Die gelte auch für das Thema Glyphosat. "Wenn das Mittel nicht gewollt ist, dann müssen Alternativen her."

Dem Vortrag Burgers schloss sich eine rege Diskussion an, die sehr sachlich und von Fachkunde der Anwesenden bestimmt war.